iMovie – Videoprojekte planen

Meine kritische Einstellung zur Nutzung der Trailerfunktion der App iMovie habe ich bereits im vorherigen Beitrag notiert. Mir sind aber durch die Beschäftigung mit diesen Trailern ein paar Dinge aufgefallen, die helfen können, wenn man 'echte' Videoprojekte bearbeiten möchte. Vor allen Dingen geht es m.E. nicht ohne etwas Planung. Dieses Planen kann auch ganz ohne Storyboard erfolgen, doch 'etwas Story' sollte schon sein! Ich denke, es gibt 2 praktikable Möglichkeiten zur Erstellung eines kleinen Filmes, die ich am Beispiel eines geplanten Treffens mit meinen ehemaligen Klassenkameraden nach 50 Jahren Schulabschluss schildern möchte.

Methode Standard

Auf der Reise möchte ich die Bilder und Videos mit meiner Digitalen Kamera aufnehmen – konkret ist das mein iPhone. Vor der Reise überlege ich, dass ich wohl ein paar Eindrücke der Reise aufnehmen werde. Wichtig dürften auch Szenen des ersten Wiedersehens nach mindestens 25 Jahren sein. Dann werde ich wohl bei der Stadtführung und auch bei den sonstigen Besichtigungen aufzeichnen. Das ist schon meine Planung! Wenn es mich sicherer macht, kann ich diese auch zu Papier bringen oder digital notieren! Vielleicht bedenke ich noch, dass ich für meinen Film, der maximal 15 Minuten lang sein soll, sicher Bild- und Videomaterial für die 4 bis 5-fache Zeit benötige.

Bei den Aufnahmen vermeide ich jedes Schwenken und Zoomen, denn das können Profis sicher besser. Vor allem verwenden sie Kameras mit Stativ, was mir viel zu aufwändig ist. Statt auf eine bestimmte Person oder ein Detail zu schwenken, mache ich lieber neben dem Videoclip ein Foto, um dieses später an der passenden Stelle in den Film einzufügen.

Nach der Reise sichte ich mein Material und sorge dafür, dass es sich auf dem Gerät befindet, auf dem ich mit iMovie arbeiten möchte. Dort füge ich Bilder und Videos nach meiner obigen Planung zusammen. Die Videos muss ich sicher kürzen. Oft hilft auch ein Schneiden der Videos, um ein Bild einzufügen. Sehr sparsam gehe ich mit den angebotenen Übergängen um, die m.E. allenfalls bei einem Ortwechsel sinnvoll sind.

Methode Semiprofessionell

Wenn man etwas professionellere Ergebnisse möchte, sollte man zwei Dinge verbessern. Man benötigt eine Story und sollte gezielt mit Totalen, Halbtotalen und Details arbeiten. Die Storyboards von iMovie Trailer geben dazu einige Anregungen.

So würde ich z.B. meine Planung auf zwei Personen konzentrieren, die mir aus der Schulzeit noch gut in Erinnerung sind: 'Klein Uwe', denn er hatte mit knapp 165 cm Probleme zum mir 'langem Lulatsch' mit 188 cm aufzublicken. Dann 'Daniel Düsentrieb', denn Hans war der geborene Entwickler und hatte mit Papier wenig im Sinn. Ich würde also nach alten Fotos von den beiden suchen und meine Aufnahmeaktivitäten später auf sie konzentrieren. Die Stories der beiden würden das übrige Geschehen quasi überlagern. Diese Planung würde ich allerdings digital notieren! Evernote ist dafür gut geeignet, aber auch ein Dokument oder eine Tabelle in Google Drive.

Meine Aufnahmen kann und muss ich jetzt aber viel gezielter anfertigen. Denn ohne Uwe, der heute 203 cm groß ist – und damit einer der wenigen zu denen ich aufblicken muss, könnte ich meine Planung ja nicht verwirklichen. Auch Hans, der jetzt Gymnasiallehrer für Physik, aber auch ein Finanzgenie ist, benötigt einen angemessenen Platz – und eben Fotos und Videos! Ich versuche beide in den unterschiedlichsten Situationen aufzunehmen, wobei ich auf die unterschiedlichen Perspektiven – Totale, Halbtotale, Detail/Portrait – achte!

Nach der Reise versuche ich die Videos in iMovie dann nach der urprünglichen Planung zusammenzustellen. Aber: Ein Plan kann jederzeit aktualisiert werden! Jetzt nach der Reise sollte man das anhand des Bildmaterials auch wirklich tun und sich nicht zum Sklaven seiner alten Planung machen!

Soweit meine Gedanken. Ich freue mich über Kommentare und denke wir haben beim nächsten Stammtisch 'MobileWeb' am 19.03.2012 18:30 ausreichend Gesprächsstoff.

Bis dann sagt

HoSi

 

iMovie – Trailer und Storyboards

Die App iMovie nutze ich jetzt bereits einige Zeit und stelle fest, dass es immer noch etwas neu zu entdecken gibt. Bisher habe ich meine Videos ganz intuitiv über „Neues Projekt“ zusammengestellt und einen großen Bogen um die Funktion „Neuer Trailer“ gemacht. Das war zumindest im Hinblick auf das dort angebotene Storyboard ein Fehler.

Nach ersten Basteleien mit Videos, die man aus Bildern und kleinen Videoclips zusammenstellt, kommt schnell der Wunsch nach etwas mehr Professionalität auf. Der erste Schritt dazu ist „etwas Planung“. Wie wäre es mit Vor- und Abspann? Wählt man eigentlich zwischen jedem Clip einen der angebotenen Übergänge oder wechselt man lieber zwischen unterschiedlichen Perspektiven, wie Totale, Halbtotale, Portrais, Detail? Erzählt man immer schön der Reihe nach oder startet man mit einem Aufmacher, um dann z.B. nur die interessantesten Reiseerlebnisse zu präsentieren? Alles das sind Fragen, deren Beantwortung sich in einem Storyboard wiederfinden (sollten).

Bei iMovie gibt es es verschiedene Trailer zur Auswahl, die für die unterschiedlichsten Situationen eine vorgegebene Geschichte haben – eine Story eben. Diese Geschichte kann an die persönlichen Wünsche angepasst werden, indem man die vorgegebenen Texte ändert und persönliche Bilder bzw. Videos an die vorgegebenen Stellen einfügt.

Mag sein, dass ich noch nicht alle Möglichkeiten erfasst habe, aber leider wirkt dieses Storyboard sehr starr. So müssen z.B. alle vorgesehenen Plätze für Videos/Bilder belegt werden. Neue Plätze lassen sich leider nicht hinzufügen. Ich denke aber, dass eine Beschäftigung mit den Trailern sehr hilfreich sein könnte. Die gewonnenen Erfahrungen sollten sich wohl auch für die von mir favorisierten „normalen“ Videoprojekte mit iMovie nutzen lassen.

Tipp (Hausaufgabe?): Erstellt doch zum Test einmal einen Trailer, so dass wir beim kommenden Stammtisch am 19.03.2013 um 18:30 über unsere Erfahrungen sprechen können. Nutzt bitte Kommentare für Fragen und Anregungen.

Ergänzung: Hier ein Trailer, den ich gerade mit dem iPhone erstellt habe. Könnte von einem meiner Enkel sein – ist es aber nicht ;=).

Hangout – iPhone als externe Kamera

Hilfskonstruktion für iPhone als externe Kamera

Über diese ‚tolle‘ Konstruktion grüble ich nun schon einige Stunden – gut, dass ich mir keine Rechnungen schreiben muss ;=). Jetzt hoffe ich, dass damit das Problem der externen Kamera in Hangouts gelöst ist. Die Situation ist sicher bekannt: Da spricht jemand ein Problem an, das er mit einer App auf dem Tablet, z.B. dem iPad, hat. Eine direkte Anbindung des iPads in das Meeting wäre zwar denkbar, doch leider kann man den Inhalt des Bildschirms nicht präsentieren. Anwendungen auf dem PC bzw. Laptop kann man über die Bildschirmfreigabe zeigen, doch Apps auf dem Tablet nicht!

Für mich gibt es zwei Lösungen, die ich bisher nur im Zweier-Hangout getestet habe:

  • Man schaltet während des Hangouts, an dem man mit dem Laptop teilnimmt, von der Frontkamera auf eine zweite USB-Kamera um. Diese hält man dann über das zu zeigende Display des Tablets und versucht dort auf der App etwas zu zeigen. Das ist irgendwie etwas für Akrobaten oder sonstige Künstler. Es wäre besser, wenn die Kamera einen festen Stand hätte. Ich habe bisher dafür noch keine Lösung!
  • Oder man nimmt mit einem zweiten Account über ein Smartphone, z.B. das iPhone, an dem Hangout teil. Dort schaltet man die Kamera auf der Rückseite ein und hält diese wieder über das zu zeigende Display des iPads. Oder sehr viel besser: Man nutzt die oben gezeigte Konstruktion und legt das iPhone auf die Querlatte, so dass das Kameraloch frei bleibt. Jetzt nur noch das iPad richtig positionieren und schon kann in aller Ruhe die App bedienen und erklären. Nachteil: Es geht einer der zehn denkbaren Plätze für Teilnehmer verloren.

Meine Konstruktion ist sehr flexibel, denn theoretisch nutze ich ja dreimal die Woche die beiden Minihanteln zu sportlichen Betätigung. Vorteil: Sie sind relativ schwer und geben der Konstruktion damit den erforderlichen Halt.

Das alles muss demnächst noch in einer größeren Gruppe getestet werden. Oder hat jemand eine bessere Lösung???