LHT65 – Mini-Wetterstation über LoRaWAN

Dragino LHT65 mit Innen- und Außensensoren
Dragino LHT65 mit Innen- und Außensensoren

Ok, etwas geprahlt ist die Überschrift, aber Temperatur und Luftfeuchtigkeit lassen sich sehr gut und preiswert mit dem professionellen Node Dragino LHT65 messen. Gleichzeitig lassen sich schnell erste Erfahrungen mit LoRaWAN und speziell TTN, dem Funknetz für kleine Datenmengen, sammeln.

Anmeldung

In einem ersten Schritt muss man sich bei einem frei zugänglichen LoRaWAN-Provider, z.B. TTN, registrieren. Dann werden die in der Verpackung mitgelieferten umfangreichen Kennwörter zur Anmeldung des Dragino LHT65 genutzt. Wichtig ist, dass im weiteren Prozess nur diese vorgegebenen Daten genutzt werden und man nicht die an einigen Stellen mögliche automatische Erstellung nutzt.

Daten zur Anmeldung bei TTN
Daten zur Anmeldung bei TTN

Es wird also bei TTN (1) eine Application erstellt, der man einen freigewählten Namen gibt, z.B. meindragino, und danach (2) in dieser Application dann unter >Devices ein (oder mehrere) Dragino LHT65 registriert.

Payload

Vor dem Einschalten des Node sollte noch unter >Payload Format ein Payload-Decoder festgelegt werden, damit die vom Dragino LHT65 übersandten Daten entschlüsselt werden.

Payload Format für LHT65 bei TTN
Payload Format für LHT65 bei TTN

Den Code, der mit >copy und >paste bei TTN einzufügen ist, findet man im User Manual unter 2.4.1.

Einschalten

Nach erfolgreicher Anmeldung wird dann (4) der in ausgeschaltetem Zustand gelieferte Node eingeschaltet. Dazu muss länger als 3 sec auf den ACT-Knopf am Gerät gedrückt werden. Ich habe für diese einfach klingenden Schritt etwas gebraucht, letztendlich hat das Unser Manual aber geholfen.

Datenanzeige in TTN
Datenanzeige in TTN

Wenn alle bisherigen Schritte erfolgreich verlaufen sind, kann man die vom Dragino LHT65 gesendeten Werte in der Application bei TTN unter >Daten lesen. Obiger Screenshot zeigt einen Datensatz. Der zeitliche Abstand der Datensätze ist auf 20 min voreingestellt und kann am Dragoino mit etwas zusätzlichem Aufwand geändert werden. Die entschlüsselten Daten zeigen die Batteriespannung, die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur für den eingebauten Sensor und den über das schwarze Kabel angeschlossenen Sensor.

Datenanzeige

Diese Datenanzeige bei TTN ist jetzt wirklich nicht sehr komfortabel, so dass in der Praxis sehr viel leistungsfähigere Lösungen, z.B. Grafana oder Balena mit Node Red zum Einsatz kommen. Der Einsteiger in diese Technik dürfte schnell die Lust verlieren. Ich schlage daher den auch im Unser Manual für den Dragino genannten Weg über Cayenne vor.

Dazu wird in der Application bei TTN über >Integrations eine Verknüpfung zu MyDevices eingerichtet. Es wird lediglich der Access Key der Aplication benötigt.

Einrichten von MyDevices bei TTN
Einrichten von MyDevices bei TTN

Jetzt werden die Daten von TTN an Cayenne weitergeleitet, wenn man sich dort einen Account einrichtet und dort den Dragoino als New Device anmeldet. Der Anmeldeweg führt über >Lora >The Things Network und >Dragino LHT65. Fast am Ziel benötigt man noch einmal die DevEUI und kann mit >Add Device dieses hinzufügen. Falls das wie bei mir nicht klappt, nur noch die private Adresse zum Tracking des Node eingeben.

Daten vom Dragino LHT65 in Cayenne
Daten vom Dragoino LHT65 in Cayenne

Als Belohnung erhält man jetzt eine Ansicht, in der alle Daten des Dragino sehr übersichtlich aufbereitet angezeigt werden. Über eine detailliertere Langzeitanzeige muss man sich auch keine Gedanken machen, denn durch tippen auf das Symbol für ein Liniendigramm (roter Pfeil oben). bekommt man diverse Langzeitauswertungen angezeigt.

Liniendigramm in Cayenne
Liniendiagramm in Cayenne

Natürlich gibt es für Cayenne auch eine App für Smartphones, so dass für den privaten Einsteiger in LoRaWAn kaum noch Wünsche offen bleiben dürften, denkt HoSi.