Corona – Raumluft ist mehr als CO2

Vergleich von CO2 und eCO2

Im Zusammenhang mit Corona bekommt der Zustand der Raumluft immer mehr Bedeutung. In unserer Atemluft ist CO2 enthalten, vereinfacht gesagt ggf. also auch Coronaviren. Doch das ist nicht alles, was man beim Basteln mit Mikrocontrollern und Sensoren in Sachen Raumluft entdecken kann.

Spezialisten

In der Raumluft befinden sich verständlicher Weise ein Vielzahl von unterschiedlichen Gasen. Nicht alle sind schädlich für unsere Gesundheit, doch für manche gibt es Grenzwerte und diese können mit speziellen Sensoren gemessen werden. Der Sensirion SCD30 ist einer dieser Spezialisten.

Die CO2-Ampeln auf der Basis des IoT-Octopus messen mit dem SCD30 den CO2-Wert und zeigen diesen auf unterschiedliche Weise an. Ich beobachte die Werte (1) über die beiden eingebauten Neopixel, die abhängig vom Wert grün, gelb oder rot leuchten oder (2) über einen Ring dieser Neopixel, der seine Farbe in Abhängigkeit der CO2-Werte ändert.

Aussagekräftiger sind aber Aufzeichnungen, die die CO2-Werte über einen größeren Zeitraum anzeigen, z.B. die Auswertung in obigem Bild, die ich mit der App Blynk gemacht habe. Die grüne Kurve zeigt die mit dem SCD30 aufgezeichneten Werte.

Generalisten

Neben diesen Spezialisten gibt es allerdings auch VOC-Sensoren, Generalisten, die alle flüchtigen organischen Komponenten (volatile organic compounds) der Raumluft messen. Mit dem Bosch BME680 befindet sich ein solcher Sensor auf dem IoT-Octopus, was mich zu einem Vergleich angeregt hat.

Für den BME680 stellt Bosch eine spezielle Softwarelösung bereit, den BME680 BSEC. Erstellt man die Sketche für den Octopus mit dem vom Umwelt Campus Birkefeld aufbereiteten Werkzeug ArduBlock, lassen sich u.a. auch vergleichbare sogenannte eCO2-Werte – CO2 equivalent – messen und anzeigen.

Ergebnisse

Meine Ergebnisse zeigt obiger Screenshot. Sie haben mich doch etwas überrascht, denn unter Vergleichbarkeit verstehe ich schon etwas anderes. Interessant ist aber doch, zu sehen wie die orangen eCO2-Werte auf andere in der Raumluft enthaltenen Gase reagieren.

Beim Frühstück sorgen wohl die Kerzen, die Kaffee und Tee warm halten sollen, für einen ersten größeren Unterschied zwischen CO2 und eCO2. Den größten Unterschied verursacht aber der Essengeruch aus der Küche, der uns nur auffällt, wenn es gebratenen Fisch gibt. Aber die Sensortechnik ist unbestechlich.

Fazit

Eine wichtige Erkenntnis hat die Bastelei dann doch gebracht: Es lohnt sich, auch im Laufe des Tages einmal für frische Raumluft zu sorgen. Übrigens auch abends beim Fernsehen! Doch wer öffnet in der dunklen Jahreszeit beim spannenden Krimi gern die Terrassentür, denkt HoSi.

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