Corona – CO2-Ampel kaufen

Bild, Selbstbau-Ampel und Kauf-Ampel, Foto Horst Sievert

Der Gedanke liegt nahe: Wenn die Kosten für eine gebastelte CO2-Ampel rund 100€ betragen, warum dann nicht gleich ein fertiges Produkt kaufen? Ich habe das einfach einmal getan und vergleiche es im Folgenden mit einem Bastelgerät.

CO2-Monitor AIRCO2NTROL COACH

Das Gerät kommt von TFA und ist an vielen Stellen im Netz zu kaufen. Es enthält auch so etwas wie eine Ampel, denn CO2-Werte bis 800 ppm werden mit grünem Hintergrund angezeigt, darüber wechselt der Hintergrund auf gelb und ab 1400 ppm auf rot.

CO2-Monitor AIRCO2NTROL COACH, Foto Horst Sievert

Die Inbetriebnahme ist für jemanden wie mich, der mit der Standardeinstellung zufrieden ist, sehr einfach: An ein USB-Netzteil anschließen und fertig! Dann wird der CO2-Gehalt der Raumluft als große Zahl und mit farbigem Hintergrund angezeigt. Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden mit kleinen Zahlen darunter angezeigt. In der linken Balkengrafik werden die CO2-Werte der letzten 24 Stunden, aufbereitet im 3- bzw. 6-Stunden-Durchschnitt, dargestellt.

Wer mehr möchte, sollte die Bedienungsanleitung lesen, um auch die genaue Tageszeit – links neben Temperatur und Luftfeuchtigkeit – zu sehen. Dazu muss der Modus „Automatik“ abgestellt werden, um dann z.B. bei CO2-Werten über 1400 ppm ein akustisches Signal zu bekommen. Zusätzlich kann man dann auch für die Zeit von 22:00 – 06:00 die Helligkeit der Anzeige verringern.

Kleiner Nachteil: Wenn man den Netzstecker zieht, muss man alles neu einstellen oder wie ich mit der Automatik zufrieden sein. Das war es dann auch schon, wer mehr will muss also basteln!

Größerer Nachteil: Die Anzeige der Daten kann praktisch nur in kleineren Räumen genutzt werden. In größeren Räumen muss man sich auf die Ampelfarben des Hintergrundes verlassen – oder eben nahe genug herangehen ;=).

CO2-Ampel IoT-Octopus

Zum Vergleich die Möglichkeiten der von mir nach einer Idee des Umwelt-Campus Birkenfeld gebastelte und hier beschriebene CO2-Ampel. Die Anzeige der CO2-Werte erfolgt über einen LED-Ring, dessen Farbe sich in Abhängigkeit der Messwerte von grün über gelb zu rot ändern lässt. Die Bereiche für den Farbwechsel sind frei programmierbar!

Das Gerät in einem Bilderrahmen sieht auch für Besucher interessant aus und kann frei aufgestellt werden, so dass es für alle Personen in einem Raum gut sichtbar ist. Kleiner Nachteil: Die Länge der Schnur des USB-Netzteils und der Platz der Steckdose setzen Grenzen!

Mit dem Gerät werden neben dem CO2-Gehalt der Luft auch die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit gemessen. Zur Anzeige habe ich ThingSpeak, ein für die Privatnutzung kostenfreies Cloudangebot, gewählt. Dort kann ich mir die Anzeige der Daten individuell aufbereiten und habe jederzeit und an jedem Ort über Laptop, Tablet und Smartphone darauf Zugriff.

Anzeige der Messwerte über ThingSpeak, Foto Horst Sievert

Beim Vergleich der Messwerte der Geräte ist mir aufgefallen, dass vom TKA-Monitor in der Regel bei CO2 um 100 ppm höhere Werte angezeigt werden. Das hat mich nachdenklich gemacht und ich habe beim Bastelgerät die Möglichkeit zum Kalibrieren des Sensors entdeckt. Eine schöne Sache, mit der ich mein Gerät jetzt auf den Mindestwert 400 ppm bei Frischluft einstellen konnte. Hinweise zur Kalibrierung habe ich beim TKA-Gerät nicht entdeckt!

Fazit

Meine ganz persönliche Prognose: Die Ampel im Bilderrahmen bleibt im Wohnbereich und hilft auch unabhängig von Corona beim Lüften. Das kleine TKA-Gerät wird dagegen wohl in meinem Arbeits- und Bastelzimmer landen.

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